Warum müssen Männer den Macker spielen und prahlen?

Guten Tag,

irgendwie kommt es mir so vor, als müsstet ihr Männer immer im Mittelpunkt stehen, ohne Rücksicht auf Verluste und ohne Schamgefühl. Mein Auto ist so toll, ich bin so lustig, soooo intelligent…Prahlen ist scheinbar der wichtigste Tagesordnungspunkt. Kommt das Verhalten noch aus der Steinzeit? Was bezweckt ihr damit, den Macker raushängen zu lassen? Danke für die Aufklärung.

5 Antworten zu “Warum müssen Männer den Macker spielen und prahlen?

  1. rokko

    Ist halt gewissermaßen ein Hahnenkampf. Der Lauteste bekommt das Mädel. Wenn ihr nicht drauf anspringen würdet, wärs vielleicht anders…;-)

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  2. masin

    Da Jungens auf Leistung, Erfolg und Konkurrenz getrimmt werden, dient das dazu, ihre Fortschritte auf Skala dieser Kriterien zu demonstrieren. Ja, es ist ein archaisches und sinnentleertes Verhalten aus einer Zeit, wo unter einigen wenigen eine Rangfolge bestimmt werden mußte/konnte. Heute geht man einfach zwei Schritte weiter und findet jemanden, der schon besser ist — deswegen ist es sinnentleert. Mann kann es also auch weitaus entspannter angehen: Nicht immer der Beste sein müssen — es reicht aus, wenn man gut ist, aber auch nicht in allem.

    Praktisch betrachtet soll Geprahle natürlich die Eignung eines Mannes als Sexualpartner aufzeigen bzw. als Vater der noch zu zeugenden Kinder (erfordert wiederum Sex) und als Versorger durch Demonstration weltlichen Wohlstandes (beruhigt Frau, dass sie sich mit ihm einlassen kann). Außerdem führt das Drängen in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit dazu, dass andere diese eben nicht erhalten. Und eine wichtige Regel aus dem Schaugeschäft ist: Nur keine Aufmerksamkeit ist schlechte Aufmerksamkeit.

    Neben dem übertriebenen Geprahle gibt es noch andere Mechanismen, die in die selbe Kerbe schlagen: Aggressivität einerseits, denn ein kampfbereiter Mann kann Gefahren (und Konkurrenten) aus dem Weg räumen; Humor andererseits, denn Humor ist Demonstration intellektueller Überlegenheit und kann auch verwendet werden, um Konkurrenten und Gefahren kleiner zu reden. Womit wir wohl alle Punkte beisammen haben, die Frauen an Männern unbewußt attraktiv finden können (aber wohl keine Frau drei oder gar vier gleichzeitig): Meinungsführerschaft, Versorgungsfähigkeit, Gewaltbereitschaft, Humor. Und jeder dieser Aspekte wird dadurch pervertiert, dass nur billige Abklatsche davon, Fassaden, leere Hülsen demonstriert werden: Meinungsführerschaft verkommt zu hilflosem In-den-Mittelpunkt-Drängen, Versorgungsfähigkeit verkommt zur Vortäuschung davon, zu einer Illusion und Lüge, Gewaltbereitschaft verliert das Ziel des Schutzes und wendet sich ziellos auch gegen die zu Schützenden, Humor macht nicht nur Gegner und Probleme sondern auch Freunde und Errungenschaften oder gar den Humorausübenden klein.

    Generell sehe ich das Problem darin , dass ein Konflikt zwischen notwendiger Entspanntheit und überflüssigen Erwartungen und Ansprüchen vorliegt. Es ist nichts Unredliches daran, nach Verbesserung der eigenen Qualitäten zu streben und diese mit anderen zu messen. Es wird aber viel zu ernst genommen. Ein bisschen mehr Demut täte allen gut.

    LG
    Masin

    @rokko: Ja, auf den Punkt gebracht. Würden Frauen nicht auf diese Merkmale anspringen, sich weniger vom Wunsch nach sozialer und weltlicher Absicherung leiten lassen, würde sich das sicher nicht so ins Extrem entwickeln. Aber ich sehe auch seitens der Jungen den Versuch, in einer Gesellschaft, wo Frauen immer mehr Felder der Männer auch für sich beanspruchen, männlicher als die Mädchen zu sein. Das verschärft die Konkurrenz zusätzlich. Vielleicht sollten Jungens auch mal Mädchenhaftigkeit bei sich zulassen, zur Ruhe kommen, einfach Menschen sein.

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  3. pete

    Es beginnt mit Eintritt in den Kindergarten und endet höchstwahrscheinlich im Grab – Prahlen und den “Macker” spielen ist eine Eigenschaft, welche Jungs pflegen, wie Ihr Mädchen Prinzessin spielt und Pferde mögt.
    Bis hin zu dem Alter, in dem man das erste Mal mit einer Frau zusammenzieht, verbringen Jungs ihre Zeit meist mit anderen Jungs. Innerhalb dieses sozialen Gefüges geht es einfach darum, wer lauter und “schlagfertiger” ist. Während man früher seinem Konkurrenten einfach eins mit der Keule übergzogen hat, muß man sich heute als Junge meist mit Dingen wie Humor oder einfach einem großem Mundwerk hervortun. Gewaltanwendung zur Behauptung innerhalb einer Gruppe sind meist nur noch im Kindergarten und in der ersten Schuljahren möglich, daher müssen wir uns irgendwann auf das Prahlen als Mittel zur Behauptung beschränken.
    Wer sich am Besten behauptet, bekommt das hübscheste Mädchen.
    Wenn Ihr Mädchen die Augen verdreht und behauptet, dass Ihr das nicht mögt, dann lügt Ihr, oder möchtet es Euch selbst nicht eingestehen, dass Ihr auf die lautesten Jungs abfahrt – denn Ihr wollt (mit einigen intellektuellen Ausnahmen) alle den stärksten Silberrücken einer Gruppe.

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  4. Lorette

    @pete: naja echt gut formuliert aber gerade das gegeteil ereicht ihr daduch ist doch echt schwachsinn..wir haben das jahr 2009 und sind nicht in der steinzeit versucht es in zukunft einfach mal zu lassen..und was soll das mit den pferden ich bin auch nicht i.wie so ein goßer pferde liebhaber aber ich meine auch erwachsene reiten und jungs auch..ich meine was ist dabei..wenn es die leute mögen sollen sies machen..wir mögen auch nicht fußball..wie die kleinen wildenkerlle seit ihr auch noch an manchen stellen verspeilt und noch der kleine junge..i-wann hört es auhc auf mit dem fußball spielen..ok meisterschaft gucken..aber ich meine den rest naja..

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  5. Leron89

    @Lorette

    Die vorherigen Kommentatoren haben völlig recht.
    Vielleicht willst du das nicht wahrhaben aber unsere Grundgedanken stammen noch aus der Steinzeit. In Grundlegenden Dingen(und dazu gehört die Partnerwahl) denken wir immer noch wie Primaten, sowohl Männer als auch Frauen.

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