Soziale Schichten

Hallo,
ich habe mir hier mal so ein paar Fragen durchgelesen und feststellen müssen, das im Groben viele Oberflächlichkeiten erfragt werden (Bsp. Gefallen von diversen Kleidungsstücken, wie schminken, was anziehen, Schönheit, Traumfrau etc…). Ich nehme mir mal den Bereich Schönheit, da dieser sehr befragt ist und stelle folgende These auf: „Schönheit ist auch eine Frage der Finanzen“. Zur Erklärung: Junge Menschen aus sozialen schwachen Schichten haben eventuell nicht das nötige Kleingeld für Schminke, Kleidung und Schuhe. Bedeutet: sie sind eher ungeschminkt, haben keine TOP-Frisuren und keine angesagten Klamotten. Tragen vill. auch eine Brille, weil Kontaktlinsen und Augen-OP nun mal Geld kosten. Sie sind eben der „Langweilige“ Durchschnitt. Allerdings lege ich fest, dass sie dennoch ordentlich und gepflegt anzutreffen sind. Also keine fettigen Haare, zerrissenen Klamotten oder kaputtes Schuhwerk. Und jetzt meine Frage: Achtet ihr auf die gesellschaftlichen Schichten oder ist es unabhängig in der Partnerwahl. Ist eine Frau nicht von Natur aus hübsch anzusehen ohne all diese „meist so vermeintlich wichtigen „ Dinge? Ich würde mich auf ehrliche Antworten freuen. lg

2 Antworten zu “Soziale Schichten

  1. Anonymous

    hat das wirklich was mit dem Geldbeutel zu tun?
    es gibt auch schöne Kleidung für wenig Geld von h und m und make up von essence das seehr wenig geld kostet. Komplettset unter 15 Euro, das reicht dann für 6 Monate. Außerdem verdienen doch gerade junge Menschen aus unteren sozialen Schichten oft früher Geld , als junge Menschen aus der Mittelschicht die z.b. studieren. Und einige von denen die einigermaßen viel Geld haben schminken sich auch nicht und laufen ungeschminkt mit Dreadlocks und verwaschenen secodhandklamotten herum, weil ihr style eben punkig oder sehr lässig ist
    Ich würde deine Frage deshalb von dem
    Zusammenhang mit der “sozialen Schicht” entkoppeln.
    Das ist doch alles eine Frage des Geschmacks

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  2. Meister Propper

    Anonymous-Kommentar weist schon in die richtige Richtung:
    Daher meine (Gegen)these
    Die soziale Mobilität ist in D erschreckend niedrig. Welcher Kleidungsstil als ästhetisch (weil mit dem eigenen soziokulturellen Status äquivalent) angesehen wird hängt im Wesentlichen vom eigenen Milieu ab. Wenn Anonymous recht hätte und soziale Schicht vom Geschmack unabhängig ist, warum tragen, dann zB so wenig Politiker, Banker, etc. Lederjacke und Irokesen? Und warum sind Ökos so selten mit italienischen Slippern und Lacoste Shirt anzutreffen, geschweige denn Metal-Fans die zur Abwechslung rosa Chucks zur Kutte kombinieren?
    Kleidung ist eben auch immer Uniformierung und funktioniert einfach als Zeichen/Symbol für den eigenen soziokulturellen Status.
    Dabei noch unberücksichtigt ist die “natürliche”, nicht beeinflussbare Schönheit (evolutionäres Signal: “Gesundheit/Fruchtbarkeit”).
    Letztlich glaube ich schon, dass soziale Schicht eine Rolle spielt. Nicht allerdings durch eine explizit geätigte Auswahl, sondern zum Einen dadurch, dass mensch sich eben bevorzugt im eigenen sozialen Umfeld bewegt (=höhere Wahrscheinlichkeit), zum Anderen durch mit den unterschiedlichen Schichten einhergehenden verschiedenen Anschauungen und Wertvorstellungen.

    P.S.: Ich distanziere mich ausdrücklich von jeder Form von Sozialdarwinismus und Statusdenken, kann aber nicht umhin gesellschaftliche Realität anzuerkennen, auch wenn mir diese (nicht nur in diesen Dingen) nicht gefällt.

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